Der europäische Gesetzgeber hat den Datenschutz zur Chefsache erklärt. Geschäftsführer sind deshalb persönlich verpflichtet sicherzustellen, dass die Spielregeln der DS-GVO bei der Verarbeitung personenbezogener Daten eingehalten werden. Diese Pflicht besteht unabhängig davon, ob Sie einen Datenschutzbeauftragten bestellen oder nicht. Auch ohne Datenschutzbeauftragtem müssen die Vorgaben der europäischen Verordnung und diverse andere Datenschutzgesetze eingehalten werden.

Bis auf einige ganz wenige und sehr seltene Ausnahmen verarbeitet jedes Unternehmen personenbezogene Daten. Welche Datenarten und Datenmengen das sind, spielt für die DS-GVO zunächst keine Rolle. Die Grundsätze, Pflichten und Vorgaben für die Verarbeitung personenbezogener Daten gelten für alle Unternehmen. Unternehmer brauchen deshalb ein solides Grundwissen im Datenschutz, um ihrer Verantwortung gerecht zu werden und persönliche Haftungsrisiken zu minimieren. Dieses Seminar gibt einen Grundkurs im Datenschutz und vermittelt die datenschutzrechtlichen Basics, die jeder Unternehmer kennen sollte.

Zielgruppe:

Das Seminar richtet sich an Inhaber kleiner Unternehmen, Geschäftsführer, Vorstände und Führungskräfte sowie Selbstständige. Mitarbeiter, die sich aufgrund ihres Aufgabengebiets oder aus persönlichem Interesse einen Überblick über den Datenschutz verschaffen wollen, sind ebenfalls herzlich willkommen.

Inhalt des Seminars:

Einführung in den Datenschutz

  • Pleiten, Pech und Pannen
  • Ausgangslage und Ziele des Datenschutzes
  • Rechtsgrundlagen des Datenschutzes
  • Anwendungsbereich der DS-GVO
  • Begriffsbestimmungen
  • Verantwortlichkeiten

Grundsätze im Datenschutz (Art. 5–11 DS-GVO)

  • Rechtmäßigkeit der Datenverarbeitung
  • Zweckbindung
  • Datenminimierung
  • Richtigkeit
  • Speicherbegrenzung
  • Integrität und Vertraulichkeit
  • Rechenschaftspflicht

Betroffenenrechte und Informationspflichten (Art. 12–23 DS-GVO)

  • Auskunft
  • Löschung
  • Widerruf und Widerspruch
  • Beschwerde bei der Aufsichtsbehörde
  • Datenübertragbarkeit
  • Umgang mit Betroffenenanfragen

Aufgaben und Handlungsmöglichkeiten der Aufsichtsbehörden

  • Aufgaben der Aufsichtsbehörden
  • Aufteilung der Aufsichtsbehörden in Deutschland
  • Handlungsmöglichkeiten der Aufsichtsbehörden

Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen (Art. 24 –43 DS-GVO)

  • Auftragsverarbeitung (Art. 28 DS-GVO)
  • Gemeinsame Verantwortung (Art. 26 DS-GVO)
  • eigene Verantwortlichkeiten und sog. Dritte

Die wichtigsten Datenschutzpflichten

  • Gewährleistung der Rechtmäßigkeit und Transparenz
  • Führen eines Verzeichnisses der Verarbeitungstätigkeiten
  • Rechenschaftspflicht und Datenschutzmanagementsystem
  • Schutz personenbezogener Daten mit technisch-organisatorischen Maßnahmen (TOMs)
  • Fristgerechte Beantwortung von Betroffenenanfragen
  • richtiger Umgang mit Datenpannen
  • Bestellung eines Datenschutzbeauftragten (DSB)

Veranstaltungsort: Nürnberg

Kosten (netto): 299 Euro zzgl. 50 Euro Materialkosten

Termine: 16.02.2021

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