Bußgelder wegen unzulässiger Videoüberwachung

An vielen Stellen sind Videokameras in der heutigen Zeit kaum mehr wegzudenken. Sie schmücken die allermeisten Bahnhöfe, Tankstellen und Verkaufsräume. Dennoch sind sie aus der datenschutzrechtlichen Sicht ein sehr dünnes Eis und oft unzulässig. Um eine Videoüberwachung datenschutzkonform einsetzen zu können müssen nämlich folgende Punkte beachtet werden:

  • Detaillierte Zweckbeschreibung und Begründung der Erforderlichkeit der Videoüberwachung
  • Die Interessenabwägung nach 6 Abs. 1 lit. f DS-GVO muss zugunsten des Unternehmens ausfallen
  • Es sind bestimmte Einstellungen bei der Videotechnik erforderlich
  • Kennzeichnung des überwachten Bereichs mit speziellen Hinweisschildern
  • Definition einer kurzen Löschfrist für die Aufzeichnung
  • Bereitstellung einer ausführlichen Datenschutzinformationen

Da diese Pflichten bußgeldbewährt sind, kommt es bei Verstößen regelmäßig zu hohen Bußgeldern. Auch die Schadensersatzpflichten gegenüber den gefilmten Personen wegen der Verletzung des Persönlichkeitsrechts dürfen nicht unterschätzt werden.

Die Übersicht der Bußgelder ist noch in Arbeit und wird in Kürze ergänzt.